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Friday, 18. August 2017
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Energieeffizienz und PV in gewerblichen Gebäuden und Kommunen

Geschäftsreise

  • Datum: 10.-14.09.2017
  • Ort: Tel Aviv (Israel)
  • Technologie: Solarenergie, Gebäudeeffizienz
  • Zielmarkt: Israel
  • Zielregion: Nah- und Mittelost

 

Vom 10.-14.09.2017 organisiert die RENAC AG gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer eine AHK-Geschäftsreise zu Energieeffizienz und PV in gewerblichen Gebäuden und Kommunen in Israel. Auf der Fachkonferenz am 11.09.2017 in Tel Aviv haben Sie als Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland die Möglichkeit, Ihre Produkte und Dienstleistungen dem israelischen Fachpublikum zu präsentieren. An den darauffolgenden Tagen organisiert die AHK für jedes Unternehmen individuelle Termine bei relevanten israelischen Entscheidungsträgern und potenziellen Geschäftspartnern. Ihre Wünsche werden im Vorfeld mit Hilfe eines Unternehmensfragebogens abgefragt und dann bei der Auswahl der Gespräche berücksichtigt.

Informationen zum Zielmarkt

Der Großteil der israelischen Bevölkerung wohnt in Städten, die jährlich rd. 480 Mio. Euro für Elektrizität entrichten und den wesentlichen Anteil am Stromverbrauch des Landes ausmachen. Da Gebäuden und deren Klimatisierung beim Beitrag zur Treibhausgasemissionsminderung ein besonderer Anteil beigemessen wird, wurde dem Neubau unter nachhaltigen Aspekten nationale Priorität eingeräumt. Eine massive Implementierung der Baustandards SI 5281 „Gebäude mit verringerter Umweltbelastung (Grünes Bauen)“ bildet hierfür eine wesentliche Grundlage. Dieser findet bereits seit einigen Jahren bei allen Neubauten in den Städten, die Mitglied des sogenannten Forum 15 sind, Anwendung.

Dies sind vor allem die großen Gemeinden in Israel, die finanziell vom Staat unabhängig sind.

Sie unterzeichneten bereits 2008 die „Climate Convention of the Forum 15“ um die Regierungszielsetzung auf kommunaler Ebene umzusetzen. Ihre Bestrebungen richten sich jedoch nicht nur auf die nachhaltige Errichtung von Neubauten, sondern auch um Energieeffizienzprojekte in anderen Bereichen, wie z.B. den Austausch ineffizienter Technologien in kommunalen Gebäuden, vornehmlich Klimatisierungsanlagen, Vorrichtungen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, Innen- und Außenbeleuchtung sowie Installation von Mess- und Kontrolltechnik.
Außerdem hat das Umweltschutzministerium im Mai 2016 gemeinsam mit dem Jewish National Fund einen Aufruf an die Gemeinden in der Peripherie veröffentlicht, um ähnliche Energieeffizienzprojekte mit einer Zuwendung von insgesamt rd. 17 Mio Euro zu fördern. Der Aufruf ist Teil eines Nationalplans, der mit einem Gesamtumfang von rd. 44 Mio. Euro beziffert wird.

Im gewerblichen Bereich finden sich wenig Daten und keine aktuellen umfassenden Aktionspläne zur Förderung von Energieeffizienz. Es gibt hier einzelne sporadische Initiativen wie Ausschreibungen für Hotels zur Teilnahme an Energieeffizienzmaßnahmen des MNI, Bemühungen seitens der Stadtverwaltung von Tel Aviv, Restaurants und Geschäfte mit einem Green Label zu versehen, oder Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz in kleinen Gewerben. Auch Beratungsfirmen bieten Gewerbetreibenden Hilfe bei der Erlangung des ISO 14001 und 50001, und erwähnenswert sei in diesem Zusammenhang ein Projekt des Twinning Programms des israelischen Umweltschutzministeriums mit der EU. Hier ist also noch viel aufzuholen.

Zielgruppe in Deutschland

Deutsche Unternehmen können sich bei nahezu sämtlichen Marktsegmenten für Energieeffizienz im kommunalen und gewerblichen Sektor einbringen.

Klimatisierung

Im kommunalen Sektor macht die Gebäudeklimatisierung 40% der Stromausgaben aus. Im gewerblichen Sektor sind es gar 70%. Deshalb bemühen sich beide Sektoren um energieeffiziente Lösungen, die im Austausch von Komponenten und Systemen oder der gesamten veralteten Anlage liegen. Dies geschieht zunehmend unter Ausnutzung staatlicher Förderungen, die zum Beispiel in Ausschreibungen für den Austausch von Chillern bestehen. Experten haben in Gesprächen bestätigt, dass diese Programme attraktiv sind und extensiv genutzt werden.

  • Chiller
  • Verdampfer
  • Kondensatoren
  • Klimatechnik

Fenster, Verschattung und Fassadendämmung

Da die Isolierung und Verschattung von Gebäuden einen wesentlichen Beitrag zur effizienten Klimatisierung leistet, ist sie für Energieeffizienz unabdingbar. Bei Neubauten wird dies aufgrund der Baunorm 5281 Grünes Bauen berücksichtigt, doch auch bei Sanierungsprojekten gewinnt dieser Markt zunehmend an Bedeutung. Außenliegende Markisen und Rollläden bieten Verschattungsoptionen und so passive Kühlung. Bei der Wärmedämmung ist die Auswahl an Technologien vielfältig und kaum auf dem Markt vorhanden.

Als Fassaden kommen je nach Bestimmung der Gebäude folgende Typen in Betracht:

  • Glasfassaden
  • Fassaden mit integrierter Photovoltaik
  • Begrünte Fassaden
  • Steinverkleidung
  • Energieeffizienter Putz etc.
  • Fassaden und Fenster mit integrierten Verschattungsmöglichkeiten

Beleuchtung

Beleuchtung ist ein wichtiger Aspekt der Energieeffizienz in Gebäuden und bietet hohes Einsparpotential. Ihr fällt auch eine wichtige ästhetische Rolle zu, und sie trägt maßgeblich zum Wohlfühlaspekt und zur Werbewirksamkeit bei. Der Import ineffizienter Glühbirnen mit über 60 Watt ist seit 2011 in Israel nicht mehr zugelassen. Die Außen- und Straßenbeleuchtung ist im kommunalen Sektor ein Hauptstromkonsument, und Gemeinden und Kommunen beschäftigen sich daher intensiv mit dieser Thematik. Auch hierfür stellt das Energieministerium Fördermittel zur Verfügung, um auch den wirtschaftlich schwächer gestellten Kommunen den kostspieligen Übergang zu LED Beleuchtung zu ermöglichen.

Innovative Beleuchtungstechnologien bergen hohes Potential:

  • Energieeffiziente Innenbeleuchtung, z.B. innovative Beleuchtungslösungen, Energiesparleuchtkörper, LED
  • Energieeffiziente Außenbeleuchtung zur Hervorhebung von Gebäuden
  • Straßenbeleuchtung
  • Leuchtwerbung

Energiemanagementsysteme und Mess-, Steuer- und Regeltechnik

Eine weitere wichtige Komponente für energieeffiziente Gebäude sind Energiemanagementsysteme für den wirtschaftlichen Einsatz von Elektrizität.
Doch nicht nur für Gebäude, sondern auch im kommunalen Einsatz, finden beispielsweise Bewegungssensoren auf Sportanlagen zur Aktivierung der Beleuchtung, zunehmend Verwendung.

  • Energiemanagementsysteme
  • Steuer- und Regeleinrichtungen
  • Raumtemperaturregler
  • Bewegungssensoren
  • Regen-, Wind- und Außentemperatur- oder Helligkeitssensoren
  • automatische Motorantriebe für die Rollläden und Jalousien

Baumaterialien

Die Baumaterialien, die bei energieeffizientem Bau oder Sanierung des Gebäudebestandes zum Einsatz kommen, sollten außer den energetischen Qualitäten, beispielsweise guten thermischen Eigenschaften, auch funktionalen und ästhetischen Aspekten Rechnung tragen.

Organisation und Ansprechpartner

Bei Fragen zur Anmeldung auf deutscher Seite wenden Sie sich bitte an Céline Kittel. Sollten Sie konkrete Fragen zum Zielmarkt haben, steht Ihnen Frau Wolffs von der AHK gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner (Deutschland)

Renewables Academy (RENAC) AG

  • Céline Kittel
  • Tel.: +49 (0) 30-526 895 878
  • Fax: +49 (0) 30-526 895 899
  • Email: kittel(at)renac.de

Ansprechpartner (Zielland)

Deutsch-Israelische Industrie- und Handelskammer

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